Kultursensible Pflege
Angesichts des wachsenden Anteils von älteren Migrantinnen und Migranten, deren Familien und Angehörigen sehen sich die Caritas-Sozialstationen
vor weiteren Herausforderungen: Viele ehemalige "Gastarbeiterinnen“ und "Gastarbeiter“, die in den Jahren 1955 - 1973 von
Deutschland angeworben wurden, sind jetzt im Rentenalter und werden nicht - wie ursprünglich angenommen - in ihre Ursprungsländer
zurückkehren. Im Jahre 2002 hat der Caritasverband die interkulturelle Öffnung seiner Einrichtungen zum Thema gemacht und
in einigen Regionen mit einem hohen Anteil von Migrantenfamilien die nötigen Veränderungen angestoßen.
So wurden beispielsweise Handlungsempfehlungen entwickelt: Eine Einrichtung, die kultursensibel pflegt, muss den Menschen
als Individuum vor dem Hintergrund seiner Biografie sehen und die Pflege auf seine Bedürfnisse abstimmen. Der Caritasverband
sieht in der interkulturellen Ausrichtung und Weiterentwicklung seiner Einrichtungen eine wichtige zukunftsweisende und qualitätssichernde
Aufgabe. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass positive Veränderungen allen zu Pflegenden, unabhängig von ihrer Kultur und
Herkunft, zugute kommen.
